FAQ

1. Wann soll ich zum ersten Mal zur Frauenärztin kommen?

Dafür gibt es kein festes Alter.
Die meisten Mädchen entscheiden selbst, wann die Zeit für den ersten Besuch ist.

Entweder bei aufgetretenen Problemen:

Schmerzen während der Periode

wenn die Periode unregelmäßig ist oder auch plötzlich ausbleibt

wenn die Periode mit 16 Jahren noch nicht gekommen ist

bei Ausfluss, Schmerzen oder Juckreiz im Genitalbereich

starke Akne / Hautprobleme

wenn Verhütung wichtig ist

bei Brustproblemen

Oder auch:

wenn man generelle Fragen zur körperlichen Entwicklung hat oder Informationsmaterial haben möchte

einfach zum Kennenlernen

Falls keine Beschwerden bestehen, ist es ideal, zum Beispiel vor dem ersten Geschlechtsverkehr zu kommen. Dann können Verhütungsmethoden genau besprochen und bei einer Untersuchung abgeklärt werden, ob es evtl. Probleme mit dem Jungfernhäutchen geben könnte. Dies ist auch ein wichtiger Zeitpunkt, um sexuell übertragbare Krankheiten anzusprechen und sinnvolle Impfungen (z.B. Impfung gegen Zervixkarzinom, Hepatitis B, Masern/Mumps/Röteln, Windpocken, Keuchhusten) insbesondere gegen sexuell übertragbare Erkrankungen zu erhalten.

2. Vorbereitung zum Termin

Bitte bringen Sie Versichertenkarte, ggf. die Praxisgebühr oder Überweisung mit, sowie alle Unterlagen früherer Operationen. Ferner Laborwerte, Medikamente, Mutterpass, Allergiepass, Impfpass, Zykluskalender etc.; es erleichtert uns und Ihnen die Beratung.

Wir fragen Sie beim ersten Termin routinemäßig nach der allerersten Periode als Mädchen, Schwangerschaften, Operationen, sowie dem Zeitpunkt der letzten Monatsblutung, so dass Sie sich diese Dinge möglichst schon vorher überlegen können.

Machen Sie sich vielleicht auch eine Liste mit Stichpunkten, was Sie ansprechen möchten.

Waschen Sie sich wie üblich mit Wasser oder einer milden Lotion, entfernen Sie den Tampon. Salben und Scheidenzäpfchen möglichst am Vorabend nicht mehr einführen, es erschwert oft eine genaue Diagnose.

Ziehen Sie möglichst bequeme Kleidung an, vielleicht ein langes T-Shirt, damit Sie sich auch ohne Slip nicht so nackt fühlen.Manche Frauen bringen auch Socken mit, damit sie nicht barfuß über den Boden gehen müssen.

 

3. Wie läuft die Untersuchung ab?

Es ist uns selbstverständlich bewusst, dass der Gang zur Frauenärztin für manche Patientinnen mit Ängsten verbunden sein kann.

Gerade deshalb liegt uns sehr daran, von Anfang an eine vertrauensvolle und menschliche Beziehung aufzubauen.

Zuerst findet in aller Regel ein Gespräch im Sprechzimmer statt, anschließend gehen wir gemeinsam in einen benachbarten Untersuchungsraum, wo die anstehende Behandlung so diskret und vorsichtig wie möglich erfolgt.

Den genauen Untersuchungsgang erklären wir Ihnen dann gerne im Einzelnen.

In der Regel wird eine Untersuchung der Geschlechtsorgane auf dem gynäkologischen Untersuchungsstuhl, sowie eine Tastuntersuchung der Brust durchgeführt. Gegebenenfalls wird ein zytologischer Abstrich entnommen (Krebsfrüherkennung).

Eventuell folgt danach noch eine Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke oder durch die Scheide.

Nachdem alle Untersuchungen beendet sind, gehen wir ins Sprechzimmer zurück zur abschließenden Besprechung, evtl. Rezept-und Überweisungsausstellung.

Der zytologische Abstrich wird anschließend in ein Speziallabor geschickt. Die Auswertung dauert in der Regel 10- 14 Tage.

4. Ist die Untersuchung auch bei Jungfräulichkeit / Kindern möglich?

 

Es gibt eine Vielzahl von frauenärztlichen Untersuchungsmöglichkeiten und -instrumenten, gerade auch für junge Mädchen, wobei das Jungfernhäutchen erhalten bleibt. Viele Beschwerden lassen sich aber auch zunächst mittels einer Ultraschalluntersuchung durch die Bauchdecke klären.

5. Ist die Untersuchung schmerzhaft?

 

Die Untersuchung selbst ist in der Regel nicht schmerzhaft, sondern lediglich ungewohnt. Meist ist sie in wenigen Minuten vorüber. Seien Sie versichert, dass wir uns besondere Mühe geben, Sie so behutsam wie möglich zu untersuchen. Auch unsere komfortablen Untersuchungsstühle tragen dazu bei.

 

6. Wird beim ersten Mal immer eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt?

 

Die gynäkologische Untersuchung ist kein zwingender Bestandteil des ersten Frauenarztbesuchs – vorausgesetzt, es liegen keine Beschwerden vor, die unbedingt abgeklärt werden müssen. Selbst vor der ersten Pillenverschreibung ist eine gynäkologische Untersuchung nicht unbedingt nötig. Oft steht vor allem das Infogespräch mit den jungen Mädchen im Mittelpunkt. Häufig wird bei uns zunächst einmal eine Ultraschalluntersuchung über die Bauchdecke durchgeführt. Dabei verschaffen wir uns einen Überblick über die inneren Organe und die Patientin kann dies auf dem Bildschirm mitverfolgen.

 

7. Werde ich immer von der gleichen Ärztin betreut?

Ja, in Ihrem und unserem Interesse hat jede Ärztin ihre festen Patientinnen, Sie haben also immer eine konstante Ansprechpartnerin. Sollte jedoch in Fortbildungs- oder Urlaubszeiten ein Notfall auftreten, können Sie von einer Kollegin vertretungsweise behandelt werden.

8. Kann ich jemanden mitbringen zur Untersuchung?

Selbstverständlich können Sie sich von Ihrem Partner, Ihrer Freundin, Mutter oder sonstigen Vertrauensperson begleiten lassen. Während der Schwangerschaft z.B. sind die werdenden Väter häufig dabei, ebenso bringen gerade junge Mädchen insbesondere beim ersten Besuch gerne jemanden mit. Bei Mädchen unter 16 Jahren ist eine zumindest im Wartezimmer anwesende Erziehungsberechtigte oft auch notwendig (Abklärung von familiären Erkrankungen, Einverständnis bei Pillenverordnung und Impfungen).

9. Ist die Untersuchung auch während der Periode möglich?

Infektionsdiagnostik oder z.B. Ultraschalluntersuchungen sind meist auch während der Blutung möglich.Bei starken Blutungen, z.B.am Beginn der Monatsblutung, ist aber in aller Regel die Krebsfrüherkennungsuntersuchung und der dafür notwendige Muttermundabstrich nicht möglich.Dann bitten wir Sie, den Termin rechtzeitig abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

 

10. Werden meine Eltern informiert, wie verhält es sich mit der Schweigepflicht?

 

Wenn Sie über 16 Jahre alt sind, unterliegen wir immer der ärztlichen Schweigepflicht, d.h. wir dürfen niemandem ohne Ihr Einverständnis darüber Auskunft geben, was zwischen uns besprochen wurde. Dies gilt in Ausnahmefällen auch schon, wenn Sie jünger sind, doch wir bemühen uns gerade bei jüngeren Patientinnen immer darum, die Eltern in den Beratungs- und Behandlungsprozess mit einzubeziehen .

11. Wie langfristig vorher muss ich einen Termin vereinbaren?

Das hängt natürlich auch von Ihrer Flexibilität ab. Für Vorsorgetermine sind ca. 4-6 Wochen sinnvoll, außerdem vergeben wir jeden Tag so genannte “Notfalltermine” für akute Beschwerden. Falls möglich, rufen Sie bitte in einem solchen Fall gleich morgens früh, am besten direkt ab 8.00 Uhr an, damit wir Sie einplanen können.

 

12. Wie lange sind die Wartezeiten in der Praxis?

Wir arbeiten in unserer Praxis nach dem Bestellsystem, um Wartezeiten zu vermeiden. Allerdings sind wir deshalb auch auf eine zuverlässige Kooperation unserer Patientinnen angewiesen und wünschen uns, dass Sie Ihre Termine pünktlich wahrnehmen, bzw. Termine ,die Sie nicht wahrnehmen können, rechtzeitig absagen.

Notfälle werden selbstverständlich immer berücksichtigt, aber es empfiehlt sich, auch bei vermeintlich dringenden Problemen kurz anzurufen, denn erfahrungsgemäß lässt sich manches bereits am Telefon klären.

In aller Regel bemühen wir uns sehr, die Wartezeiten kurz zu halten, aber es kann durch unvorhergesehene Notfälle doch passieren, dass Sie einmal länger warten müssen. Dies ist im medizinischen Bereich nie ganz zu vermeiden. Denken Sie daran, dass auch Sie einmal die Patientin sein könnten, die dringend kommen muss, und dass andere dann warten müssen.

Sollte sich bei Ihrem Eintreffen bereits eine längere Wartezeit abzeichnen, werden unsere Mitarbeiterinnen Sie gerne darüber informieren und Ihnen die Möglichkeit für zwischenzeitliche Erledigungen/Einkäufe anbieten. Bitte fragen Sie gegebenenfalls nach.

©Ihre Frauenarztpraxis in Mainz 2019